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MI | 11.04.2012
Sarg Otto Habsburgs im Stephansdom (Bild: APA/Helmut Fohringer)
CHRONIK
Habsburg-Requiem im Stephansdom
Mit dem Geläute der Pummerin ist am Samstag kurz vor 17.00 Uhr das von Erzbischof Kardinal Christoph Schönborn gehaltene Requiem für Otto Habsburg im Stephansdom zu Ende gegangen.
König Carl XVI. Gustaf und Königin Silvia von Schweden verneigen sich vor dem Sarg (Bild: APA/Helmut Fohringer)
Könige und Prinzen, Großherzöge und Fürsten.
Gekrönte Häupter beim Requiem
Der Samstag ist mit Requiem im Stephansdom und Bestattung in der Kaisergruft der Abschluss der Trauerfeierlichkeiten für Otto Habsburg. Sein Sarg wurde in der Nacht zum Stephansdom gebracht und aufgebahrt. Seit 13.00 Uhr formierten sich die militärischen Formationen und Studentenverbindungen auf dem Stephansplatz.

Für das Requiem hatte sich eine Reihe von prominenten Trauergästen, darunter auch gekrönte Staatsoberhäupter wie König Carl Gustaf von Schweden mit Königin Silvia, Großherzog Henri von Luxemburg mit Großherzogin Maria Teresa sowie Fürst Hans Adam von Liechtenstein mit Fürstin Marie angekündigt.

Prinz Michael von Kent mit Baronin Christina von Reibnitz, der ehemalige rumänische König Michael mit Prinzessin Anna von Bourbon-Parma, einer direkten Cousine Otto Habsburgs sind ebenso dabei wie der ehemalige König Simeon II. von Bulgarien, dessen Großmutter eine Halbschwester von Kaiserin Zita war.
Requiem im Stephansdom (Bild: APA/Helmut Fohringer)
Bundespräsident Heinz Fischer (Bild: APA/Helmut Fohringer)
Staatspräsidenten, Landeshauptleute und Minister.
Spitzenpolitiker aus dem In- und Ausland
Bundespräsident Heinz Fischer nahm am Requiem im Stephansdom ebenfalls teil. Ihm folgten Spitzenpolitiker wie der georgische Staatspräsident Mikheil Saakaschvili. Weiters mit dabei waren die kroatische Premierministerin Jadranka Kosor, der makedonische Ministerpräsident Nikola Gruevski und Tschechiens Außenminister Karel Schwarzenberg.

Der Präsident des Europäischen Parlaments Jerzy Buzek war dabei, Finanzministerin Maria Fekter, Verteidigungsminister Norbert Darabos, auch Wiens Bürgermeister Michael Häupl war im Stephansdom. Aus Vorarlberg reiste Landeshauptmann Herbert Sausgruber an, aus Salzburg der stv. Landeshauptmann Wilfried Haslauer.
Requiem im Stephansdom (Bild: APA/Georg Hochmuth)
Christoph Schönborn zelebrierte die Messe.
Michael Haydns Requiem im Stephansdom
Unter der Leitung von Domkapellmeister Markus Landerer erklingt Michael Haydns Requiem in c-moll, erklang von Domchor und Domorchester St. Stephan mit Hans Haselböck an der Orgel. Wiens Erzbischof Kardinal Christoph Schönborn las die Messe.

Konzelebranten Schönborns waren die Erzbischöfe von Prag, Dominik Duka, und Türnau/Trnava (Slowakei), Robert Bezák, sowie die Bischöfe von Brünn, Vojtech Cikrle, und Banja Luka, Franjo Komarica, und Weihbischof Anton Jamnik von Ljubljana sowie der Altabt von Heiligenkreuz, Gregor Henckel von Donnersmarck.

Weitere Konzelebranten waren der Hochmeister des Deutschen Ordens, Abt Bruno Platter, der Superior von Mariazell, Karl Schauer, Kapuziner-Provinzial Lech Siebert, Pater Paolo Habsburg sowie der Familie nahe stehende Geistliche. 100 weitere Priester waren zugegen, auch der griechisch-orthodoxe Metropolit Michael Staikos.
Karl Habsburg mit Gattin Francesca von Thyssen-Bornemisza und Sohn Ferdinand (Bild: APA/Helmut Fohringer) Sohn und Enkel lasen die Lesungen
Die Lesungen wurden von Karl Habsburg und dessen ältesten Sohn Ferdinand gelesen, die Fürbitten von allen Kindern Otto Habsburgs.

Zu Beginn des Trauergottesdienstes wurde ein Beileidsschreiben von Papst Benedikt XVI. verlesen worden. Darin würdigte der Papst den Verstorbenen als großen Europäer, der sich für Frieden und das Miteinander der Völker eingesetzt habe.

Kardinal Christoph Schönborn, der das Requiem zelebriert, fand persönliche Worte:

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Christoph Schönborn (Bild: APA/Helmut Fohringer) "Diener am Friedensprojekt Europa"
Schönborn bezeichnete Habsburgs "Lebenswerk" als den Versuch, das "Unglück des Ersten Weltkriegs wieder gut zu machen". Otto Habsburg habe dem "Friedensprojekt Europa gedient". Habsburg sei ein "leuchtendes Beispiel der Treue zur eigenen Berufung".

Otto Habsburg sei durch "keinerlei Standesdünkel" aufgefallen. Der "große Heimgekehrte" und "treue Diener" sei auch ein Friedensstifter gewesen. Habsburg soll gesagt haben, "ein Tag Krieg kostet mehr als ein Jahr Friedenserhalt".

Mit dem Geläute der Pummerin ist das Requiem für Otto Habsburg im Stephansdom kurz vor 17.00 Uhr zu Ende gegangen. Im Anschluss formierte sich der Trauerkondukt, dessen Route durch die Innenstadt zur Kapuzinerkirche führte.
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