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MI | 11.04.2012
Kammersängerin Ildiko Raimondi singt neue Version der österreichischen Bundeshymne ein (Bild: APA/Hans Klaus Techt)
CHRONIK
Ildiko Raimondi singt "neue" Bundeshymne
Bisher wurde darüber nur diskutiert. Jetzt gibt es auch drei gesungene "Töchter"-Versionen der österreichischen Bundeshymne. Opernsängerin Ildiko Raimondi nahm am Freitag in einem Wiener Tonstudio die inoffiziellen Fassungen auf.
Neue Version als CD und Download.
Hymne sei "sehr schön zu singen"
Neben den Varianten "Heimat großer Töchter, Söhne" und "Heimat großer Töchter und Söhne" hat Raimondi auch die Version "großer Töchter, großer Söhne" gesungen und auf Tonträger aufgenommen. "Beim Lesen holpert es, beim Singen weniger", kommentierte Raimondi ihre Beispiele, die Hymne sei "sehr schön zu singen".

Die Opernsängerin hatte sich für die Aktion ehrenamtlich zur Verfügung gestellt. Die frühere Frauenministerin Maria Rauch-Kallat (ÖVP), die die Diskussion um eine Änderung der Bundeshymne gestartet hatte, will die Version von Raimondi nun - nach entsprechender Rechteabklärung - auf CD und als Download zur Verfügung stellen.
Die frühere Frauenministerin Maria Rauch-Kallat mit Kammersängerin Ildiko Raimondi (Bild: APA/Hans Klaus Techt)
Rauch-Kallat sieht sachliche Debatte
Rauch-Kallat freute sich über die Möglichkeit, die Diskussion nun mit einem gesungenen Beispiel untermauern zu können. "Sprache ist das wichtigste Medium der Bewusstseinsbildung, gerade die Bundeshymne hat eine hohe Signalwirkung", so Rauch-Kallat.

Die Diskussion bezeichnete sie als heftig, "aber sie wird sachlicher geführt als vor sechs Jahren". Die Debatte über die neue Hymne heiße auch nicht, dass man sich von den anderen Frauenthemen verabschiedet habe: "Wenn dadurch Frauenthemen sensibler betrachtet werden, haben wir schon viel erreicht."
Nadine Beiler singt "neue" Hymne
Zum Auftakt der Fußball-Bundesliga wird Nadine Beiler am Sonntag vor dem Spiel Salzburg gegen Austria Wien die "neue" Bundeshymne singen. Eine Passage mit "große Töchter und Söhne" wird vorkommen. "Wir sind stolz darauf, hier eine Vorreiterrolle zu spielen", so Bundesliga-Vorstand Georg Pangl in einer Aussendung.

Beiler zeigte sich begeistert und bezeichnete es als "Riesenehre, als Erste die Bundeshymne in einem neuen Kleid öffentlich präsentieren zu dürfen". Zunächst war von ihrem Management versichert worden, dass Beiler die Hymne "traditionell" singen werde.
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