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MI | 11.04.2012
Teures Pflaster auf der Höhenstraße. (Bild: APA/Guenter Artinger)
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Wie geht es mit der Höhenstraße weiter?
Sie ist Wiens längste Straße, besteht aus Millionen kleiner Pflastersteine und weist Schlaglöcher auf: die 14,9 Kilometer lange Höhenstraße. Ob das alte Pflaster einem Asphaltbelag weicht, ist weiter unklar.
Pflastersteine Baustelle Höhenstraße (Bild: ORF)
Testsrecken sollen Klarheit bringen.
Tiller: Kleinsteinpflaster hat sich nicht bewährt
Bis zum Jahreswechsel 2009/2010 stand die Höhenstraße, die unter anderem Cobenzl, Kahlen- und Leopoldsberg miteinander verbindet, unter Denkmalschutz. Mit Beginn 2010 war der Schutz automatisch ausgelaufen. Das Denkmalamt prüft jedoch eine neuerliche Unterschutzstellung.

Deshalb einigte sich die Stadt mit dem Bundesdenkmalamt darauf, die nächsten Schritte von Erfahrungen mit zwei Teststrecken in der - an die Höhenstraße angrenzende - Cobenzlgasse abhängig zu machen. Einer der 180 bis 200 Meter langen Abschnitte wurde in Asphalt-, der andere in Pflasterbauweise errichtet.

Laut dem Döblinger Bezirksvorsteher Adolf Tiller (ÖVP) gibt es im gepflasterten Testabschnitt jetzt schon Spurrillen und Spalten: "Es ist so, dass sich das Kleinsteinpflaster nicht bewährt hat. Das ist unser Resüme."
Asphalt oder Pflastersteine? Was sagen Sie?
51.61 % Pflastersteine für das historische Erscheinungsbild
39.83 % Asphalt hält länger und ist nicht so aufwendig in der Instandhaltung
8.56 % Spielt für mich keine Rolle
Tests geht auf unbestimmte Zeit weiter.
MA 28: Haben keine Schäden festgestellt.
Die Magistratsabteilung für Straßenbau kontrolliert die Teststrecke regelmäßig - dort zieht man im Hinblick auf das Pflaster eine andere Zwischenbilanz: "Wir haben keine Schäden feststellen können", sagte Matthias Holzmüller von der MA 28.

Der Test geht auf unbestimmte Zeit weiter - möglicherweise wird die Frage Asphalt oder Pflaster gar erst in ein paar Jahren entschieden.
Aufregung über 100.000 Quadratmeter Straße
Insgesamt geht es um mehr als 100.000 Quadratmeter Fahrbahnfläche, die zwischen 1934 und 1938 großteils aus Granitkleinsteinbelag errichtet wurde.

Mit geschätzten 30 Mio. Euro sei eine originalgetreue Reparatur der Pflasterung allerdings äußerst kostenaufwendig, gab die Stadt zu bedenken.

Asphaltiert wurde bereits ein 900 Meter langes Teilstück der Höhenstraße zwischen Krapfenwaldgasse und Villenweg. Bei diesem Abschnitt handelt es sich um die Trasse der ehemaligen Kahlenberg-Zahnradbahn, die 1874 eröffnet und 1922 wegen Unrentabilität und Kohlenmangel wieder still gelegt wurde. Die Gesamtinvestitionen inklusive Teststrecken betrugen 1,7 Mio. Euro.
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