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MI | 11.04.2012
U6 in der Station Josefstädter Straße (Bild: ORF)
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U6-Stationen werden geprüft
Die U-Bahn-Linie U6 ist seit Montag wieder durchgehend in Betrieb, die Station Josefstädter Straße bleibt aber weiter gesperrt. Auch die anderen Otto-Wagner-Stationen sollen nun genau geprüft werden.
U-Bahn-Station Josefstädter Straße (Bild: ORF) Station Josefstädter Straße weiter gesperrt
Seit 18. Juli war die U6 zwischen Westbahnhof und Alser Straße gesperrt, seit Montagfrüh ist die U-Bahn auch in diesem Abschnitt wieder unterwegs. Die Station Josefstädter Straße bleibt noch weiter gesperrt, die Bauarbeiten in dieser Station hatten für die Behinderungen gesorgt.

In dem Bau von Otto Wagner mussten die Bahnsteige komplett entfernt werden, die Erneuerung von Isolierungen bei den Gleisen machte auch den Ausbau der Gleise erforderlich.

In den übrigen von Otto Wagner errichteten Stationen der U6 gab es bereits in den letzten Jahren Bauarbeiten oder es stehen Sanierungen an. Laut Wiener Linien werden auf jeden Fall alle betroffenen Stationen jetzt genau geprüft, um eine Sperre wie bei der Station Josefstädter Straße zu vermeiden.
2,5 Millionen statt 800.000 Euro
U6-Station Josefstädter Straße (Bild: APA/GEORG HOCHMUTH)
Die aufwändigen Sanierungsarbeiten in der U6-Station Josefstädter Straße sind auch wesentlich teurer als ursprünglich geplant. Statt der ursprünglich kalkulierten Summe von rund 800.000 sind nun 2,5 Millionen Euro nötig.
Haltestelle der Straßenbahn-Linie E am Währinger Gürtel (Bild: ORF) Straßenbahn-Linie E diente als Ersatz
Als Ersatz für den gesperrten Teilbereich der U6 hatten die Wiener Linien die Straßenbahn-Linie E zwischen Westbahnhof und Nußdorfer Straße eingerichtet, diese Ersatzlinie ist jetzt wieder eingestellt.

Die Info-Offensive, zusätzliche Baumaßnahmen und der Betrieb der Ersatz-Straßenbahn haben laut Wiener Linien Mehrkosten von etwa 1,5 Millionen Euro verursacht.

"Die Fahrgäste waren sehr diszipliniert und sind nicht nur auf die Straßenbahn E, sondern auch auf andere Linien ausgewichen. Wir hoffen, gelernt zu haben, dass ein derart massiver Eingriff nicht mehr notwendig ist", meinte ein Sprecher der Wiener Linien in einem "Wien heute"-Interview.
Fahrgäste hatten Zeitverlust bis zu 30 Minuten
Die Fahrgäste sahen die Sperre der U6 im Rückblick aber nicht nur positiv. "Der Zeitverlust war groß. In der Früh, wenn viele Leute unterwegs waren, war es nicht so einfach", meinte eine regelmäßige Benützerin der U6.

Auch ein anderer Fahrgast freute sich über das Ende der Sperre: "Ich habe eine halbe Stunde Zeitgewinn. Ich bin oft zu spät in die Arbeit gekommen, jetzt komme ich wieder pünktlich."

Ein bisschen wehmütig zeigte sich eine Frau: "Ich hab mich an den E gewöhnt, weil er direkt zu meiner Firma gefahren ist. Jetzt muss ich wieder von der U6 in den 5er umsteigen."
Kaiserstraße: Einbahn wird aufgehoben
Auch die Einbahnregelung für die Kaiserstraße ist zu Ende. Sie diente zur Entlastung aufgrund der Bauarbeiten am inneren Gürtel und der gleichzeitigen Führung der Ersatzlinie E durch die Kaiserstraße.
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