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MI | 11.04.2012
(Bild: APA)
Jazzclub
Neues Konzept für das "Birdland"
Der Wiener Jazzclub "Birdland" plant einen Neustart. Anders gestaffelte und günstigere Preise, vorverlegte Öffnungszeiten und ein neues Finanzkonzept sollen den Club aus der Krise holen.
Joe Zawinul, der Initiator des "Birdland".
Aus früheren Fehlern gelernt
Es habe nicht viele, aber "schwerwiegende Fehler" im Birdland gegeben, so Initiator Joe Zawinul: "Wir haben uns schwer einegetheatert. Aber aus Fehlern lernt man."

Schon bei der Errichtung sollen rund 250.000 Euro zu wenig vorhanden gewesen sein, aber "wenn man ein Haus baut, ist es auch nicht im ersten Jahr abbezahlt", betonte der mit dem Sanierungskonzept beauftragte Karl Resch, der meinte: "Wir sind zu euphorisch in dieses Projekt hineingegangen".

Über den Sommer wurden die Außenstände verringert oder umgeschuldet. Ein Teil konnte durch Nachlässe von Gläubigerseite abgebaut werden, präzisierte Resch.
Hohe Schulden angehäuft
Die finanzielle Lage im "Birdland" entwickelte sich von Beginn an problematische. Sie endete vorerst mit der Abberufung des Geschäftsführers Wolfgang Rauscher und Außenständen von rund 600.000 Euro.
Birdland soll Ort des Nach-Arbeits-Entspannens werden.
Neue Zeiten und günstigere Preise
In Zukunft soll der Club früher aufsperren, "noch persönlicher" (Zawinul) werden, bessere Sicht bieten und auch billigere Tickets verkaufen, schilderte Zawinul. Durch früheres Aufsperren (18.00 statt 19.00 Uhr) soll das Birdland zum Ort des Nach-Arbeits-Entspannens werden, die Konzerte beginnen um 20.00 statt 21.00 Uhr. 

25 Euro werden die besten Plätze kosten, Randsitze 20 Euro, Barhockerplätze 15 und Stehplätze zehn Euro. Nach 23.00 Uhr zahlt man einheitlich fünf Euro. Die Tische werden Namen berühmter Jazzmusiker statt Nummern bekommen.
Kritik aus der Politik
Kritik zu den Plänen im Birdland kam am Donnerstag von politischer Seite. Das BZÖ Wien sah Unklarheiten bei den Subventionen und wollte die Staatsanwaltschaft einschalten. Die ÖVP beantragte eine Überprüfung durch das Kontrollamt.

Aus der Kulturabteilung der Stadt Wien hieß es: "Die Fördergelder wurden ordnungsgemäß abgerechnet."
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