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MI | 11.04.2012
Polizei (Bild: Wien heute)
Chronologie
Bluttaten an Schulen in Österreich
Die bisher schlimmste Bluttat an einer österreichischen Schule hat sich 1997 in Niederösterreich ereignet. Damals erschoss ein 15-Jähriger seine Lehrerin.
Acht Jahre Haft für 15-Jährigen.
5. Mai 1997: Lehrerin erschossen
In Zöbern erschoss der 15-Jährige im niederösterreichischen Bezirk Neunkirchen eine Lehrerin und verletzte eine weitere schwer. Der Jugendliche wurde zu acht Jahren Haft verurteilt.

Der an sich als "netter Bub" beschriebene Bursch hatte sich am 5. Mai 1997 mit vorgehaltenem Revolver "ein Mädchen nehmen wollen" und abgedrückt, als die Lehrerin beruhigend einzugreifen versuchte.

Dann schoss er auf eine weitere Lehrerin. Die großkalibrige Waffe stammte aus dem Besitz des Vaters.
Selbstmord nach Schuss auf Direktor.
6. Oktober 1993: Direktor angeschossen
Ebenfalls in Niederösterreich schoss ein Schüler einen Direktor an, von dem er beim Rauchen erwischt worden war. Die Tat ereignete sich am 6. Oktober 1993 in Hausleiten (Bezirk Korneuburg).

Der 13-Jährige lauerte dem Direktor mit einem abgesägten Kleinkalibergewehr am Schuleingang auf, verletzte ihn durch einen Schuss in die Schläfe schwer und richtete sich selbst, indem er sich in einer Garage erschoss.
Weitere Taten an Wiener Schulen
Vergleichsweise glimpflich gingen andere Taten in Wiener Schulen aus: Im Juli 1994 verletzte eine 15-Jährige in einer Hauptschule in Wien-Meidling einen 14-Jährigen. Motiv waren ein familiärer Streit und Eifersucht.

Im Juni 1998 griff ein Berufsschüler im Internat im obersteirischen Murau im Streit mit einem Mitschüler zum Klappmesser und verletzte seinen Kontrahenten leicht. Das Opfer soll den Täter zuvor provoziert haben.

Im Oktober 2003 setzte ein 13-Jähriger an einer Linzer Hauptschule zwei Mitschülerinnen ein Fixiermesser an den Hals und bedrohte auch einen Buben. Der als Problemschüler bekannte Bursch wurde von einer Lehrerin entwaffnet.

Für Schlagzeilen sorgte im April 2001 ein Mordkomplott, das drei 15-Jährige geplant hatten, das durch einen anonymen Anruf bei der Polizei aufflog. Die Burschen gaben zu, dass sie die Absicht hatten, den Direktor und drei Lehrkräfte zu erschießen. Das Strafverfahren wurde nach drei Monaten eingestellt. Gutachter stellten fest, dass die Burschen nicht reif genug waren, das Unrecht einzusehen.

Am 15. April 2004 stach ein 13-Jähriger in der Hauptschule Wies in der Weststeiermark eine gleichaltrige Mitschülerin nieder und verletzte sie schwer. Eigentliches Ziel des psychisch kranken Buben war eine - nicht anwesende - Lehrerin. Der 13-Jährige wurde danach in die Landesnervenklinik eingeliefert.

Am 15. September 2005 wurde ein Bursche von einem Mitschüler niedergestochen und tödlich verletzt. Der Täter wurde festgenommen und verantwortete sich mit Notwehr.
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