Wien ORF.at
MI | 11.04.2012
Spitzenkandidaten (Bild: ORF)
Wiener Wahl 05
Kurze Porträts der Spitzenkandidaten
Ihre Namen liest und hört man derzeit hundertfach in den Medien, aber wer sind die Spitzenkandidaten bei der Wiener Wahl? wien.ORF.at hat für Sie fünf Kurzportraits zusammengestellt.
Michael Häupl (Bild: SPÖ)
Michael Häupl
Roter Kaiser: Michael Häupl
Michael Häupl wurde am 14. September 1949 in Altlengbach (NÖ) geboren. In seiner Schulzeit betätigte er sich unter dem Kneipnamen "Roland" in der schlagenden Verbindung "Rugia". Nach der Matura studierte Häupl Biologie und Zoologie in Wien und legte als Abschluss eine Dissertation über die "Schädelkinetik bei Gekkoniden" vor.

Bereits während des Studiums stieß er zum Verband Sozialistischer Studenten (VSStÖ). Der Einzug in den Wiener Gemeinderat gelang ihm erstmals im Jahr 1983, ab 1988 war er Umweltstadtrat.

1993 wurde er Wiener SPÖ-Vorsitzender und 1994 erstmals Bürgermeister. Spitzenkandidat bei den Wahlen war er 1996 und 2001. Bei letzterer konnte Häupl die absolute Mandatsmehrheit für die SPÖ zurückerobern.

Häupl wird immer wieder große Konsensfähigkeit mit ÖVP-Politikern nachgesagt. Seine Freundschaften zum ehemaligen WK-Präsident Walter Nettig und zum NÖ-Landeshauptmann Erwin Pröll sind kein Geheimnis.
Johannes Hahn (Bild: ÖVP)
Johannes Hahn
Schwarzer Wechsel: Johannes Hahn
Johannes "Gio" Hahn wurde am 2. Dezember 1957 in Wien geboren. Zuerst studierte er Jus-, dann Philosophie. Seit 1976 ist er in der ÖVP aktiv. 1983 bis 1985 war er persönlicher Sekretär von ÖVP-Generalsekretär Michael Graff. 1992 bis 1997 war Hahn Wiener ÖVP-Landesgeschäftsführer. 1996 schaffte er den Einzug in den Gemeinderat.

2003 erfolgte der Wechsel auf einen nicht amtsführenden Wiener Stadtratsposten, zudem war er Vorstandsvorsitzender in der Novomatic AG. Im Vorjahr wurde er Alfred Finz als geschäftsführender Landesobmann beigestellt und zum Spitzenkandidaten gekürt. Seit Juni 2005 ist Hahn auch offiziell an der Spitze der Wiener ÖVP.

Hahn steht für einen Generationenwechsel innerhalb der Wiener ÖVP. Deutlich wurde das bei der Listenpräsentation für die kommende Wahl: Die Hälfte der bisherigen Mandatare stellt sich nicht mehr der Wahl.
Heinz-Christian Strache (Bild: FPÖ)
Heinz-Christian Strache
Blaues Wunder: Heinz-Christian Strache
Heinz-Christian Strache (FPÖ) wurde am 12. Juni 1969 in Wien geboren. Er absolvierte zuerst eine Zahntechnik-Lehre, 1991 wurde er mit nur 21 Jahren Bezirksrat, 1993 dann FPÖ-Bezirksobmann in Wien-Landstraße. Seit 1996 ist Strache im Wiener Gemeinderat.

2001 wurde er stellvertretender Klubobmann im Rathaus, 2002 Landesobmann-Stellvertreter. Im März 2004 trat er die Nachfolge von Hilmar Kabas als Wiener Landesparteiobmann an. Seit Juni 2004 war er als Vertreter des sogenannten rechten Lagers Vize in der Bundespartei. Im März 2005 legte er diesen Posten zurück.

Nach der Gründung des BZÖ durch Jörg Haider wurde Strache schließlich im April 2005 zum Obmann der übrig gebliebenen Blauen gewählt. Seitdem kämpft er gegen seinen ehemaligen "politischen Ziehvater" Jörg Haider an.
Maria Vassilakou (Bild: Grüne)
Maria Vassilakou
Grüne Hoffnung: Maria Vassilakou
Maria Vassilakou wurde am 23. Februar 1969 in Athen geboren. 1988 kam sie nach Österreich und studierte dann Dolmetsch- und Sprachwissenschaften an der Wiener Universität. Ihre Einbürgerung erfolgte im Jahr 1992.

Von Beginn an engagierte sie sich in der Uni-Politik, ab 1995 arbeitete sie im Grünen Rathausklub mit. 1996 gelang ihr der Einzug in den Gemeinderat, dann wurde sie Integrationssprecherin. 2001 war sie Listenzweite der Grünen, nach der Wahl nicht amtsführende Stadträtin.

Seit 2004 ist sie als Nachfolgerin von Christoph Chorherr Klubobfrau und Spitzenkandidatin der Rathaus-Grünen.
Hans-Jörg Schimanek (Bild: BZÖ)
Hans-Jörg Schimanek
Orange Überraschung: Hans-Jörg Schimanek
Hans-Jörg Schimanek wurde am 23. März 1940 in Wien geboren. Im Jahr 1959 begann er seine journalistische Karriere. Zuerst arbeitete er bei Tageszeitungen, ab 1964 auch im ORF. Ab 1977 betreute er die Sendung "Argumente". Von 1970 bis 1989 war Schimanek SPÖ-Mitglied, anschließend kandidierte er mit einer Bürgerliste in Langenlois.

Von Mai 1993 bis April 1999 war er FPÖ-Landesrat, danach bis Ende Juni 2000 Abgeordneter zum nö. Landtag. Zwischen 1998 und 2000 war er Parteichef der nö. FPÖ. Von dieser wurde er im Zuge der Parteispaltung im Jahr 2005 ausgeschlossen. Seit 2001 ist er Bezirksrat in Wien-Floridsdorf.

Das neugegründete BZÖ-Wien holte Schimanek als Überraschungskandidaten in die Partei.
Ganz Österreich
Wien News

 
TV-Programm TV-Thek Radio Österreich Wetter Sport IPTV News