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MI | 11.04.2012
Karl Wlaschek
Wirtschaftsboss
Die Memoiren des Karl Wlaschek
Mit 88 Jahren hat sich Billa-Gründer und Immobilienkaiser Karl Wlaschek entschlossen, sein Leben zu dokumentieren und seine Memoiren zu veröffentlichen.
Karl Wlaschek.
Wlaschek: "Bei Weiber bin i a Depp"
Das Buch "Karl Wlaschek: Eine Erfolgsgeschichte" schildert nicht nur die Geschichte von Wlaschek als große Gründerfigur der heimischen Wirtschaftsgeschichte und Paradebeispiel für die rare Spezies der österreichischen "Selfmademen", auch die Geschichte vom Milliardär und seinen Frauen wird erzählt.

Der wohl letzte Playboy Österreichs bringt es auf vier Ehen und drei Scheidungen. Ein legendärer Spruch von ihm: "Beim G'schäft bin i guat, bei de Weiber bin i a Depp." Seit eineinhalb Jahren hat Wlaschek wieder eine Lebensgefährtin.
Der Autor
Autor der autorisierten Biografie ist der ehemalige Rektor der Salzburger Universität, Adolf Haslinger, ein langjähriger Freund von Wlaschek.
1953 begann Wlaschek seine Karriere mit einer Parfümerie. 
Pseudonym "Charly Walker"
Der Unternehmer wurde am 4. August 1917 in Wien geboren. Das Glück seines Lebens sei es gewesen, die Kriegsjahre heil überstanden zu haben, sagte Wlaschek.

Nach dem Zweiten Weltkrieg war er unter dem Pseudonym "Charly Walker" als Pianist und Bandleader tätig. 1953 begann er als Kaufmann und legte mit einer kleinen Parfümerie, die er als Einzelgesellschaft eintragen ließ, den Grundstein für eine expansive Handelsgruppe.

Knapp sieben Jahre später nannte er schon 45 Lebensmittelgeschäfte sein Eigen, die ab 1960 unter dem Namen Billa - für "Billiger Laden" - firmierten.
Imperium um 1,1 Milliarden Euro
Bis zum Verkauf des Billa-Handelsriesen mit damals 50 Milliarden Schilling Jahresumsatz im Sommer 1996 für geschätzte 1,1 Milliarden Euro an die deutsche Rewe hat es Wlaschek - praktisch nur aus Eigenmitteln - auf ein Handelsimperium mit 18.000 Mitarbeitern und 1.340 florierenden Filialen gebracht. Zum Unternehmen zählten die Marken Mondo und Emma, die Parfümerie-Kette Bipa, ferner die Billa-Auslandstöchter.
Hausherr über acht Palais.
Reichster Österreicher
Wlaschek begann schließlich in Immobilien anzulegen und dürfte mittlerweile der größte private "Hausherr" des Landes sein.

Heute besitzt Wlaschek neben acht herrschaftlichen Palais in der Wiener Innenstadt weit über hundert Objekte in ganz Österreich. Auch die beiden Bürotürme nördlich der Donau (Andromeda, Ares) zählen zu seinem Immobilienbesitz.

Mit einem Vermögen von 3,4 Milliarden Euro ist Wlaschek der reichste gebürtige Österreicher.
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