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MI | 11.04.2012
Flakturm-Aufsatz Augarten. (Bild: APA)
Datenspeicher
Bratislava als Alternative möglich
Der Flakturm im Augarten wird nicht wie geplant umgebaut. Die Stadt wird dem Projekt in der jetzigen Form nicht zustimmen. Der Betreiber droht nun damit, nach Bratislava abzuwandern.
"Mit offenen Armen empfangen"
Der Datenspeicher im Augarten wäre von den projektierten Arbeitsplätzen her "ein ungeheures Plus" für Wien, so ein Sprecher von DCV (Daten Center Vienna). Man habe "positive Indizien", dass dies von der Stadt auch so gesehen werde. Die Gespräche verliefen in einem "guten Klima", und man sei zuversichtlich, zu einer Einigung zu kommen.

Allerdings stellte der Sprecher dann der Stadt die Rute ins Fenster. Man bevorzuge zwar aus patriotischen und logistischen Gründen Wien, in Bratislava aber würde man mit offenen Armen empfangen.
Streitpunkt Flächenwidmung
Der groß angekündigte Umbau des Flakturms in einen Hochsicherheits-Datenspeicher war, ist und bleibt umstritten. Aktuell geht es um die Flächenwidmung. Denn der geplante dreistöckige Dachaufbau auf dem Turm für Büros wird von der Stadt nicht genehmigt. Der Flakturm liegt in einem "Parkgrünraum" und in einem Park darf naturgemäß nicht groß gebaut werden.

Bliebe noch die Möglichkeit umzuwidmen, doch auch da winkt die Stadt ab - Park bleibt Park.
Betreiber gibt nicht auf
Bereits im Vorfeld hatte es Proteste gegen den Datenspeicher gegeben. Das Wiener Denkmalamt lehnte den Umbau in erster Instanz ab, das Bildungsministerium genehmigte ihn in zweiter Instanz.

Der Betreiber des umstrittenen 80-Millionen-Projektes will weiterverhandeln. Eine Möglichkeit wäre, den Turm nur innen umzubauen. Allerdings dürften dann wohl die Büroräume aus arbeitsrechtlichen Gründen nicht genehmigt werden, da kein Tageslicht in den Turm einfällt.
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