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MI | 11.04.2012
Schiele-Kopie im Fälschermuseum. (Bild: ORF)
Eröffnet
Erstes Fälschermuseum in Wien
Seit wenigen Tagen hat Österreichs erstes Fälschermuseum in Wien geöffnet. Kopien von Schiele, Rembrandt und Leonardo da Vinci werden gleich neben dem Hundertwasserhaus verkauft – ganz legal.
Schiele in echter Farbe
"Ich hab mich sofort in dieses Bild verliebt", beschreibt Erwin Prantner, ein Besucher des Museums, seine Gefühle beim Anblick von Schieles "Sonnenblume II". Knapp 1.000 Euro lässt er sich das Bewusstsein kosten, keinen Druck, sondern einen Schiele in echter Farbe daheim aufhängen zu können.
Berühmte Namen
Egon Schiele, Rembrandt, Franz Marc, Monet, Van Gogh, Turner, Leonardo da Vinci - die ganz Großen der Kunstgeschichte sind im "Fälschermuseum" zu bewundern - garantiert unecht.

Manche Fälscher sind schon selbst zu "Legenden" geworden. Konrad Kujau etwa machte mit Hitlers gefälschten Tagebüchern Schlagzeilen. Er versuchte sich auch an Klimt,, das Ergebnis hängt im Fälschermuseum.
Künstler im Fälschermuseum. (Bild: ORF)
Originalkünstler muss 70 Jahre tot sein
Um nicht mit dem Gesetz in Konflikt zu kommen, gelten fixe Regeln.

Diana Grobe vom Fälschermuseum: "Es gibt Auflagen: Und zwar muss der Urheber des Bildes seit mindestens 70 Jahren tot sein. Zum Beispiel bei Picasso gibt es Erben und Verwertungsgesellschaften, die verhindern wollen, dass Kopien in Umlauf kommen.
Teure Illusion
Im Museum sind Künstler am Werk, die Kopien der Werke herstellen. Einer ist etwa auf flämische Maler aus dem frühen 17. Jahrhundert spezialisiert - detailgetreu nachgezeichnet 2005.

Zwischen 200 und 4.000 Euro kostet eine Originalfälschung. Doch man muss ja nicht gleich kaufen. Im Fälschermuseum in der Löwengasse 28 in Wien-Landstraße können die Kopien viel billiger betrachtet werden.
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