Wien ORF.at
MI | 11.04.2012
Rosen vor dem Stephansdom
Erinnerung
Rosen vor ehemaligen Häusern von NS-Opfern
Am Freitag haben 10.000 Schüler weiße Rosen zu ehemaligen Häusern von NS-Opfern in Wien gebracht. Bereits am Donnerstag wurden 80.000 "Blumen der Erinnerung" am Stephansplatz zu einem Mahnmal formiert.
Bild: APA
Weiße Rose als Symbol für Widerstand und Erinnerung.
80.000 österreichischen Holocaust-Opfer
Helene Abeles, Leon Bader, Elisabeth Fröhlich, Franz Weinberger - das sind nur einige wenige von rund 80.000 österreichischen Holocaust-Opfern.

Als Symbol der Erinnerung haben am Freitag Schüler, Soldaten und Überlebende weiße Rosen mit den Namen der NS-Opfer versehen und vor deren ehemaligen Wohnadressen niedergelegt.
Bild: APA
Bild: APA Tausende Kerzen und Rosen
80.000 weiße Rosen wurden bereits am Donnerstag auf dem Stephansplatz zu einem Mahnmal geformt. Zudem wurden rund um die Rosen auf dem Stephansplatz Tausende Kerzen entzündet. Überlebende aus aller Welt kamen.

Mit der Aktion sollte den Opfern symbolisch wieder eine Heimat gegeben werden.

"Die weiße Rose ist Symbol des Widerstands und der Erinnerung", so Markus Priller, einer der Initiatoren, über das Projekt.
Rosen (Bild: APA)
80.000 weiße Rosen werden zu einem Mahnmal geformt.
Letter to the stars (Bild: APA)
Datenbank enhält 62.000 Adressen der Opfer aus ganz Österreich.
"Letter to the Stars" seit 2003
Das Projekt "Letter to the Stars" wurde 2003 initiiert. In einem ersten Schritt recherchierten mehr als 25.000 Schüler die Lebensgeschichten von österreichischen Opfern und Überlebenden des Nationalsozialismus.

Die Datenbank mit den Adressen der Opfer wurde vom Dokumentationsarchiv des Österreichischen Widerstands (DÖW) zur Verfügung gestellt und enthält über 62.000 Adressen aus ganz Österreich.

Daraus entsprangen Gedenkaktionen wie "Briefe in den Himmel" und die "Nacht des Schweigens" im ehemaligen Konzentrationslager Mauthausen sowie zwei Bücher und ein Dokumentarfilm zu dem Thema.
Gedenktag gegen Gewalt und Rassismus
SPÖ erinnerte am Morzinplatz an die Opfer
Am Freitag hat auch die SPÖ anlässlich des nationalen Gedenktags gegen Gewalt und Rassismus den NS-Opfern mit einer Kundgebung am Morzinplatz, wo früher das Gestapo-Hauptquartier stand, gedacht.
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