Wien ORF.at
MI | 11.04.2012
Baumschädling Blausieb (Bild: APA)
Blausieb
Raupe bedroht Wiener Bäume
Ein gefährlicher Schädling bedroht die Bäume in Wien. Auf der Altmannsdorfer Straße wurde das Auftreten des Blausiebs entdeckt. 154 Bäume müssen gerodet werden, um Passanten und Autos vor herabfallenden Ästen zu schützen.
Von dem Schädling können fast alle Baumarten betroffen sein.
Auch Privatgärten bedroht
Die Larven des Schmetterlings mit dem Namen Blausieb bohren sich über zwei Jahre lang in das Holz und durchlöchern Äste und den Stamm.

Entlang der Altmanndorfer Straße seien Eschen vom Blausieb befallen, sagte der Direktor des Stadtgartenamtes, Rainer Weisgram. Problematisch sei der Schädling auch, weil fast alle Baumarten betroffen sein können. Die Bäume der Privatgärten in der Nähe der Altmannsdorfer Straße seien deshalb gefährdet.
Schädlingsresistente Bäume
Die Rodung soll noch im März durchgeführt werden. Die Reste der Bäume werden verbrannt, um sicherzustellen, dass die Raupen auch wirklich vernichtet wurden.

An Stelle der Eschen werden bis Mitte Mai Zürgelbäume gepflanzt, die zumindest bisher noch nie vom Blausieb heimgesucht wurden.
Strenger Winter und Schädlings-Bekämpfungsmittel machen dem Schädling nichts aus.
Heißer Sommer begünstigt Ausbreitung
Der Blausieb sei so massiv in Wien noch nie aufgetreten, hieß es vom Stadtgartenamt. Vermutet wird, dass der heiße Sommer im Jahr 2003 das Wachstum und die Ausbreitung begünstigt hat.

Ein strenger Winter macht dem Schädling nichts aus, auch Schädlingsbekämpfungmittel zeigen kaum Wirkung.
220.000 Euro für Rodung und Neupflanzung
Rodung und Neupflanzung sind laut Stadtgartenamt die einzige Möglichkeit, die Verbreitung einzudämmen. Die Kosten dafür werden mit rund 220.000 Euro beziffert.
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